Slackline - Disziplinen
Inzwischen unterscheidet man fünf Disziplinen: (frei nach Wikipedia.de)
- Lowline / Trickline
Die gebräuchlichste Art des Slackens ist das Trick- oder Lowlining, da man sich dabei kaum Gedanken über Aufbau und Absicherung der Line machen muss. Hierbei versucht man auf einer relativ niederen, schwach gespannten Line (ungefähr Knie- bis Hüfthöhe über dem Boden) Tricks zu machen. Dabei wählt man als Untergrund am besten weichen Boden wie Gras, Sand oder legt Matten unter, um Verletzungen zu verhindern, wenn man das Gleichgewicht verliert. Einige der beliebtesten Tricks sind: Stehen, Gehen, Rückwärtsgehen, Umdrehen, Hinsetzen, Hinlegen und „Surfen“. Fortgeschrittene beschäftigen sich auch gerne mit Jumplines. Der Name ist Programm - entscheidend ist hierbei die richtige Spannung zu erreichen.
- Longline
Es wird versucht eine möglichst lange Line von Fixpunkt zu Fixpunkt zu bewältigen. Die Schwierig-keiten liegen hier in mehreren Bereichen:
1. Das Eigengewicht der Line erfordert ein sehr ruhiges Gehen: es ist schwer die Line wieder ruhig zu bekommen, wenn sie einmal in Schwingung geraten ist.
2. Die Konzentrationsfähigkeit wird auf eine Dauer-Belastungsprobe gestellt.
3. Spannmechanismus und Rücksicherungen müssen von Profis aufgebaut werden, da extrem hohe Kräfte auftreten, die bei falschem Material beziehungsweise Aufbau zu Materialversagen führen können.
- Rodeo- bzw. Freestyleline
Solche Lines sind nicht fest gespannt sondern werden mehr oder weniger "schlapp" aufgehängt. Aufgrund des Durchhangs ist das Begehen solcher Lines wesentlich schwieriger, außerdem können schwerere Stürze passieren. Die Tricks auf diesen Lines beschränken sich im Normalfall auf Gehen, Umdrehen, Querstehen und Surfen, wobei letzteres eher einem langsamen, kontrollierten Schwingen entspricht. Rodeolines sind ein gutes Training für Longlines, da in beiden Fällen die Line sehr ruhig unter dem Schwerpunkt des Slackliners gehalten werden muss. Hier besteht auch eine große Ähnlichkeit zum Schlappseil.
- Highline
Highlines sind in einigen Metern bis zu mehreren hundert Metern Höhe angebracht, so dass ein einfaches und gefahrloses Abspringen nicht mehr möglich ist. Hierbei spielt nicht nur die Fähigkeit, das Gleichgewicht zu halten, eine Rolle, sondern vor allem bei sehr hohen Lines kommt die psychische Komponente dazu, über einen Abgrund zu laufen.
Der Bau von Highlines ist absoluten Profis vorbehalten, die über die wirkenden Kräfte und die Dimensionierung der Befestigungen genau Bescheid wissen. Hier ist ein professioneller Aufbau noch wichtiger als bei den Longlines, da bei Materialversagen nicht nur Verletzungs- sondern auch Absturzgefahr besteht. Deshalb werden die Befestigungen für Highlines redundant ausgelegt und die Person auf der Line wird durch einen Klettergurt und eine daran befindliche Sicherungsschlinge an einem Kletterseil gesichert, das wiederum unabhängig von der Befestigung der eigentlichen Line befestigt und unter die Line geklebt wird.
Midlines nennt man Slacklines, die in Absprunghöhe angebracht sind.
- Waterline
Eine weitere Spielform ist das Begehen einer über Wasser gespannten Line. Durch den fehlenden festen Untergrund als Möglichkeit zum Absteigen, wie auch als optischer Fixpunkt, ist das Begehen einer solchen Line anfangs meist wesentlich schwieriger als über festem Grund. Doch nach einer gewissen Übungsphase kann man Waterlines gut nutzen um spezielle Sprung-Tricks wie z.B. Salti ohne Verletzungsgefahr bei der Landung zu üben, wobei aber auch Stürze ins Wasser nicht immer schmerzfrei sind.
Bei der Wahl des Platzes sollte neben stabilen Fixpunkten auch auf einen passenden Gewässergrund aus rundem Kies, Sand oder Schlamm geachtet werden, um das Ver-letzungsrisiko bei Stürzen zu minimieren. Für normales Gehen ist eine Wassertiefe von ca. 1,40 Meter ausreichend, bei Sprüngen sollte es wesentlich mehr sein, damit der Slackliner bei der Landung nicht auf Grund stößt. Außerdem ist darauf zu achten dass der Untergrund in Ufernähe möglichst abrupt abbricht, damit sich der Slackliner bei Stürzen in Ufernähe nicht durch fehlende Wassertiefe verletzen kann. Falls das nicht gegeben ist, können andere Slackliner wie beim Bouldern als Spotter dienen bzw. dem Begeher mit Hilfe einer Stange, eines Seils, Astes oder Ähnlichem ermöglichen, dass er sicher aus der Gefahrenzone balancieren kann.
Einen Unterschied in der Begehung gibt es auch zwischen stehenden und fließenden Gewässern, da die Wasserbewegung zusätzlich ablenkt und das Gleichgewichtsempfinden stört.